Research Group Prof. Dr. G. Friedrichs

Cover Article PCCP & JACS Paper

20.12.2011 

CoverArticlePCCP_JACS














Zum Ende des Jahres gibt es noch einige erfreuliche Neuigkeiten aus der Arbeitsgruppe zu vermelden. Zunächst einmal hat Johannes Dammeier im Dezember seine Dissertation abgeschlossen (Herzlichen Glückwunsch!) und mit einem Cover-Article gekrönt, der in der zweiten Januarwoche in der PCCP erscheinen wird (http://pubs.rsc.org/en/content/articlelanding/2012/cp/c1cp22123j). Auf dem Titelbild ist die Kieler Stoßrohranlage zu sehen, die über die zum Nachweis verwendeten Lasersysteme hinweg fotografiert wurde. In dem Artikel "Direct measurements of the high temperature rate constants of the reactions NCN + O, NCN + NCN, and NCN + M" werden aktuelle Ergebnisse zur NCN-Chemie vorgestellt. Obwohl bereits seit etwa 10 Jahren bekannt ist, dass NCN-Radikale bei der Bildung von NOx in Verbrennungsprozessen eine zentrale Rolle spielen, stellen die in dieser Publikation präsentierten Messungen die wohl erste direkte Bestimmung  von Hochtemperatur-Geschwindigkeitskonstanten bimolekularer NCN-Reaktionen überhaupt dar.

Etwas zuvor ist ein JACS-Artikel von Carsten Fehling erschienen. In der Arbeit "Dimerization of HNO in Aqueous Solution: An Interplay of Solvation Effects, Fast Acid–Base Equilibria, and Intramolecular Hydrogen Bonding?" werden detaillierte Rechnungen zur Rekombination von HNO in wässriger Lösung vorgestellt (http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/ja2075949). Obwohl sich bereits viele Arbeitsgruppen mit der Thematik befasst haben, konnte Carsten jetzt erstmals einen wirklich konsistenten Mechanismus erarbeiten, der im Einklang mit unterschiedlichsten experimentellen Ergebnissen steht. Es stellt sich heraus, dass die bisher nur unvollständig charakterisierte Reaktion durch die komplexe Säure-Base-Chemie der auftretenden Intermediate bestimmt wird. Erwähnenswert ist, dass das Projekt als spin-off-Produkt von Arbeiten zum hochempfindlichen, quantitativen und Isotopomer-selektiven Nachweis von N2O mittels CRD-Spektroskopie ist. Ursprünglich war es geplant, die Reaktion HNO + HNO einfach nur als reproduzierbare Quelle für N2O-Isotopomere zu verwenden.